February 10, 2017

Akku HP 586028-341

Bei Tempoflügen und besonders bei scharfen Kurven eignet sich der QR-X350.Pro aufgrund der Bauart nur noch bedingt für Kameraaufnahmen. Das liegt an der kardanischen Aufhängung, die längere Zeit benötigt, um die Lage zu korrigieren. Bei sehr schnellen Lageänderungen kommt der Gimbal nicht sofort hinterher, die Kamera baumelt dann etwas unkontrolliert am Bauch der Drohne. Dies ist kein exklusives Problem der Simulus-Drohne, sondern aller Quadcopter mit derartigen Aufhängungen - für Käufer des Gerätes aber womöglich eine wichtige Information, um im Nachhinein nicht aufgrund weniger spektakulärer Tempoflugaufnahmen enttäuscht zu sein.

Die Aufnahmequalität der Kamera iLook+ DV-1080.FPV ist nicht ganz auf Gopro-Niveau, aber dafür ist die Actioncam auch etwas preiswerter und bietet Livebilder. Sie zeichnet mit einem AVC-Codec bis zu 30 Bilder pro Sekunde in Full-HD auf einer Micro-SD-Karte auf. Fotos sind ferngesteuert nicht möglich, am Boden macht die Kamera Aufnahmen mit bis zu 12 Megapixeln. Dafür bietet die Fernsteuerung mit der iLook+ die Möglichkeit, FPV zu fliegen. Mit einer entsprechenden Brille wähnt sich der Pilot also im Cockpit der Drohne. Auch hier soll bis zu ein Kilometer Reichweite möglich sein. Ein Link zu einem unbearbeiteten Video findet sich am Ende des Artikels. In den Gimbal G2D lässt sich aber auch eine Gopro einbauen, sie liefert allerdings bauartbedingt kein Live-Bild an die Fernsteuerung.

Der QR-X350.Pro ist kein Kinderspielzeug und auch kein Einsteigergerät. Um die Drohne im Automatikmodus fliegen zu lassen, braucht es zwar tatsächlich keine große Erfahrung im Drohnenflug; sobald sich das Fluggerät aber im manuellen Modus befindet, muss insbesondere die Schubregelung sehr feinfühlig erfolgen. Besonders bei hohen Fluggeschwindigkeiten sollte der Pilot wissen, was er an der Fernsteuerung macht, da ein Absturz bei einer derartigen Geschwindigkeit speziell für die Kameraaufhängung im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein kann. Zudem sollten Nutzer immer beachten, dass es auch im Automatikmodus zu Situationen kommen kann, die ein schnelles und kontrolliertes Eingreifen in die Flugsteuerung erfordern.

Mitunter ist jedoch auch der erfahrene Pilot machtlos. Unsere Drohne fällt plötzlich aus neun Metern Höhe vom Himmel. Die Motoren haben sich ohne Vorwarnung abgeschaltet - obwohl der Akku noch nicht leer ist. Das ist nicht nur uns passiert: Die Simulus hat ein gravierendes Akkuproblem. Das sogenannte Low Voltage Cutoff (LVC) kann dazu führen, dass die Drohne abstürzt.Dabei hat die LVC-Funktion eigentlich eine sinnvolle Aufgabe - sie soll eine Tiefentladung des Akkus verhindern. Wenn sie einen Spannungsabfall feststellt, schaltet sie in eine Art Notstrom-Modus und liefert nur noch wenig Leistung. So können beispielsweise Modellflugzeuge auch noch landen, wenn der Akku fast leer ist, weil nur die Antriebsmotoren ausgehen, die Servos für die Steuerung aber weiter funktionieren.

Was bei einem Modellflugzeug aufgrund der Aerodynamik meist kein großes Problem darstellt, wird dem QR-X350.Pro zum Verhängnis. Können die Flieger dank ihrer Tragflächen noch holprig landen, zerschellt der Quadcopter schlimmstenfalls am Boden, wenn der Akku nicht zuvor wieder Strom liefert. Gerade mit dem empfindlichen Gimbal an der Unterseite kann das leicht mehrere Hundert Euro kosten. Das Gehäuse der QR-X350.Pro lässt sich zwar leicht ersetzen, die Steuerung und die Kamera aber nicht.Auch unsere Drohne hat bei dem Absturz Schaden genommen: Der Gimbal ist zerbrochen, das Gehäuse der Drohne ebenfalls. Immerhin hat die Kamera den Unfall überstanden, das Videomaterial ist aber unwiederbringlich verloren. Im Internet gibt es detaillierte Anleitungen, die das Problem beheben. Der Akkustand kann dann allerdings nicht mehr angezeigt werden.

Erhältlich ist der QR-X350.Pro im deutschsprachigen Raum über die Website von Simulus (Pearl) oder in verschiedenen Webshops unter dem Label Walkera. Der Quadcopter allein kostet zwischen 450 und 700 Euro - je nach Fernsteuerung. Für die voll ausgestattete Kameraversion mit Livebild werden zwischen 1.400 und 1.500 Euro fällig.Wir würden den Quadcopter Simulus QR-X350.Pro gern uneingeschränkt empfehlen: Die hohe Geschwindigkeit, der tadellose Gimbal, die lange Flugzeit und die GPS-Unterstützung sprechen eindeutig für einen Einsatz im Amateurbereich und für fortgeschrittene Anfänger. Die Fernsteuerung ist über jeden Zweifel erhaben und bei Problemen finden sich zahlreiche Foren und Communitys zu den Walkera-Modellen. Leider ist der Aufwand, den Quadcopter flugbereit zu machen, in der vorliegenden Version unverhältnismäßig. Die nachlässig geschriebene Anleitung und der unnötig aufwendige Zusammenbau sind in dieser Preisklasse schwer verzeihbar. Am schwersten wiegt jedoch das Akkuproblem. Dass der teure Vierflügler unvermittelt vom Himmel fällt, weil die Akkuelektronik fehlerhafte Daten übermittelt, ist für uns ein Grund, vom Kauf abzuraten. Es gibt zwar Lösungsmöglichkeiten für das Problem, aber die berauben den Piloten einer funktionierenden Akkuanzeige und bedingen einen Flug mit Stoppuhr.

Wer jedoch weiß, worauf er sich mit diesem Quadcopter einlässt und Bastelabenteuer nicht scheut, bekommt ein ausbaufähiges und flexibles Fluggerät. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Drohne von einem deutschen Händler zu kaufen, da die Garantieleistungen beim Import nicht sichergestellt sind - im Zweifelsfall wird man darauf angewiesen sein.Mit Mikrowellen von der Erde aus will das US-Raumfahrtunternehmen Escape Dynamics einen Raumgleiter antreiben. Der Antrieb soll effizienter sein als heutige Raketenantriebe, wodurch die Kosten für Transporte in den Orbit sinken sollen.
Das US-Raumfahrtunternehmen Escape Dynamics hat einen Raumgleiter entwickelt, der von der Erde aus mit Mikrowellen aufgeheizt wird. Er soll künftig Satelliten ins All bringen.

Der Raumgleiter, der von der Form her dem Dream Chaser der Sierra Nevada Corporation ähnelt, wird mit Wasserstoff betrieben. Der wird aber nicht, wie bei Raketen mit chemischem Antrieb, verbrannt. Stattdessen soll der Wasserstoff aufgeheizt werden. Das Gas wird dann durch eine Düse ausgestoßen, wodurch Vortrieb produziert wird.Die Energie wird in Form von Mikrowellen auf den Raumgleiter übertragen. Dazu wird auf der Erde eine Matrix aus Mikrowellenantennen errichtet. Diese Matrix soll etwa einen Quadratkilometer groß sein. Die Antennen werden auf den Absorber auf der Unterseite gerichtet und nach dem Start des Raumfahrzeugs nachgeführt. An dessen Unterseite ist ein Wärmetauscher mit einem Absorber angebracht. Der absorbiert die Mikrowellen, wandelt sie und erhitzt den Wasserstoff.

Die Mikrowellenantennen werden über einen großen Akku gespeist. Dieser wiederum hängt am Stromnetz. Er kann aber auch mit Strom aus erneuerbaren Quellen, also Wind- oder Sonnenenergie geladen werden.Der Raumgleiter soll wie eine Rakete starten und den Satelliten im Orbit aussetzen. Dann wird er wieder in die Erdatmosphäre eintreten und anschließend wie ein Flugzeug auf einer Landebahn aufsetzen. Kürzlich hat Escape Dynamics in einem Test gezeigt, dass das System funktionieren kann. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen eine komplette Antriebssequenz durchgeführt: Ein Gyrotron wandelte elektrischen Strom in Mikrowellen, die über eine Antenne auf ein Triebwerk gestrahlt wurden. Die auftreffenden Mikrowellen wurden von einem hocheffizienten Wärmetauscher in Schub verwandelt.Vorteil dieses Antriebs sei, dass der Anteil des Treibstoffs am Startgewicht eines Raumfahrzeugs nur rund 70 Prozent ausmachen soll, sagt Escape Dynamics - bei einem heutigen Raumfahrzeug liegt der Anteil bei etwa 90 Prozent. Dadurch könne mehr Nutzlast transportiert werden, wodurch wiederum die Kosten für den Raumtransport sinken sollen.

Der Mikrowellenantrieb sei zudem effizienter als ein Raketenantrieb, sagt Escape Dynamics: Im Labor habe das Triebwerk mit Helium einen Spezifischen Impuls von über 500 Sekunden erreicht. Mit Wasserstoff sollen sogar 600 bis 750 Sekunden möglich sein. Ein Raketentriebwerk schaffe etwa 460 Sekunden. Der Spezifische Impuls gibt die Änderung des Impulses je Gewichtseinheit des Treibstoffs an - vergleichbar dem Treibstoffverbrauch eines Autos auf 100 Kilometern.Aus China stammt die Z Camera E1. Sie sieht aus wie eine Gopro, ist aber mit einem Micro-Four-Thirds-Sensor ausgerüstet und kann mit Wechselobjektiven an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Zudem nimmt die E1 Videos in 4K auf. Sie soll über Kickstarter finanziert werden.
Die Z Camera E1 enthält Panasonics 16-Megapixel-CMOS-Sensor im Micro-Four-Thirds-Format, der Videos mit 4.096 x 2.160/24p aufnehmen kann. Auch Filmen im sogenannten Ultra-HD-Format mit 3.840 x 2.160 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde ist möglich. Eine Aufnahmefunktion mit 720/120p ist nach einem Bericht der Website Dpreview bereits in der Entwicklung. Die Lichtempfindlichkeit kann bis ISO 102.400 gestellt werden, wobei empfohlen wird, sie nicht über ISO 6400 zu benutzen, weil es sonst zu starkem Rauschen kommen kann. Natürlich können auch Fotos mit 16 Megapixeln aufgenommen werden.

Posted by: akkusmarkt at 05:40 AM | No Comments | Add Comment
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