February 09, 2017

Akku Acer travelmate timeline 8471

Um den Browser abzusichern, sind in Edge einige weitere Internetstandards umgesetzt worden. So unterstützt Edge etwa die sogenannte Content Security Policy (CSP), einen speziellen HTTP-Header, der effektiv vor Cross-Site-Scripting-Lücken schützen kann. Außerdem beherrscht Edge HTTP Strict Transport Security (HSTS), eine Erweiterung, mit der eine Webseite einem Browser mitteilen kann, dass künftig unverschlüsselte HTTP-Verbindungen nicht mehr zulässig sind.HSTS ist auch im Internet Explorer für ältere Windows-Versionen verfügbar. Noch in der Entscheidungsphase zur Umsetzung ist HTTP Public Key Pinning, abgekürzt HPKP. Damit könnten viele Probleme des Systems der Zertifizierungsstellen gelöst werden.

Edge nutzt aber noch einige weitere systemeigene Funktionen, um die Sicherheit zu erhöhen. Ermöglicht wird etwa die durchgehende Verwendung des mit dem Internet Explorer 10 veröffentlichten Enhanced Protected Mode (EPM). Dadurch kann Edge einen viel stärkeren Gebrauch von App-Container-Sandboxes machen, so dass jede dargestellte Seite in eine eigene Sandbox "gesperrt" wird.Als 64-Bit-Anwendung sollte außerdem die in Windows genutzte Address Space Layout Randomization (ASLR) deutlich effektiver sein. Fehlern in der Speicherverwaltung will Microsoft mit einer Garbage Collection (MemGC) entgegentreten, wodurch Nutzer vor dem Ausnutzen von Use-After-Free-Lücken durch Angreifer bewahrt werden sollen.Zudem nutzt Edge den Control Flow Guard (CFG). Dabei handelt es sich um eine Erweiterung aus Visual Studio, die Mechanismen zur Überprüfung in den Code kompiliert, um die möglichen Positionen stark einzuschränken, an die Schadcode springen kann.

Trotz all der Neuerungen von Edge ist aber auch der Internet Explorer 11 in Windows 10 weiterhin installiert. Er bleibt erhalten, um die Kompatibilität zu den alten Techniken gewährleisten zu können, was wohl für viele Unternehmenskunden von großer Bedeutung ist. Nutzer von Edge können sich jede beliebige Seite per Klick im Menü auch im Internet Explorer anzeigen lassen, falls dies notwendig wird.Käufern der Enterprise-Lizenz von Windows 10, die sich für den Long Term Servicing Branch (LTSB) entscheiden, bleibt Edge dagegen komplett vorenthalten. Das soll aber als Dienst am Kunden verstanden werden, da somit viele neue Funktionen zunächst von der Installation ferngehalten werden, was für die gewohnte Stabilität des Produkts sorgen soll.

Zwar werden Edge und der Internet Explorer wohl noch über einige Jahre parallel gepflegt werden. Doch der Internet Explorer 11 ist die letzte Version des alten Browsers, der langfristig wahrscheinlich abgeschafft wird.Ein weiterer Grund, noch auf den Internet Explorer auszuweichen und Edge nicht zu verwenden, ist die fehlende Unterstützung für Erweiterungen in dem neuen Browser. Künftig sollen diese allerdings mittels HTML und Javascript umgesetzt werden können, sogar jene aus Chrome und Firefox sollen verwendet werden können. Sobald die Technik vorhanden ist, können die Erweiterungen über den Windows Store verteilt und bezogen werden. Wann dies geschehen soll, ist aber noch nicht bekannt.

Die beiden bisher wohl wichtigsten Plugins, der Flash-Player und die Anzeige von PDF-Dateien, sind nun nativ in den Browser integriert. Adobes Flash-Player wird standardmäßig in Windows 10 über das Windows-Update aktualisiert. Der Player kann über einen Eintrag im Menü des Browsers abgeschaltet werden.In Windows 10 sind einige neue APIs enthalten, von denen viele der Universal Windows Platform (UWP) dienen, also dafür sorgen, dass Apps über verschiedene Geräte hinweg leicht genutzt werden können. Diese Schnittstellen werden wohl von den meisten externen Entwicklern eingesetzt und natürlich auch von Microsoft selbst.Für Anwender ergibt sich daraus ein mehr oder weniger verändertes Nutzungsverhalten. Dank der neuen Bordmittel sollten die Apps unterschiedlicher Anbieter aber auch etwas einheitlicher aussehen, da diese nun weniger Eigenimplementierungen vornehmen müssen.

Zu einem konsistenten Look-and-Feel einer App - unabhängig vom Gerät, auf dem sie läuft - sollten außerdem einige Besonderheiten der UWP führen. Denn mit der Einführung der UWP kann die Oberfläche einer Anwendung bei gleicher Programmlogik sehr leicht an unterschiedliche Displaygrößen angepasst werden. Ausgehend von UI-Veränderungen wie zum Beispiel der Größenanpassung an die Displays können auch bestimmte weiterführende Ereignisse ausgelöst werden.Einfacher ist nun auch die Trennung von eigentlichem Inhalt und nicht dauerhaft angezeigten Teilen wie Steuerungselementen. Dies könnte häufig für den sogenannten Hamburger-Button genutzt werden, da sich etwa Menüs leichter implementieren lassen. Ebenso können die Positionen der Steuerungselemente einer App nun relativ zueinander festgelegt werden. Letzteres führt wiederum zu einem konsistenten Aussehen über Gerätegrenzen hinweg.

Beispielhaft für ein zumindest etwas stabileres Aussehen über verschiedene Anwendungen hinweg sei hier die Einbindung eines Kalenders genannt. Über die Calenderview-API können Daten ausgewählt oder etwa bereits geblockte Tage leicht ausgegraut dargestellt werden.Die Klasse zum Einbetten einer Karte ist um 3D-Luftbilder sowie Street-View-Aufnahmen erweitert worden. Darüber hinaus können UWP-Apps auf sämtliche Funktionen dieser Klasse wie die Routenplanung zugreifen. Ebenso lassen sich Karten auf PC und Smartphone nun zur Offlineverwendung herunterladen. Karten-Apps greifen automatisch auf die heruntergeladenen Daten zu, sofern keine Netzverbindung besteht.

Komplexe Listenelemente lassen sich inkrementell nachladen, wodurch der Rendering-Prozess schrittweise durchgeführt wird. Dieses verzögerte Laden von UI-Elementen kann auch auf bestimmte weitere Bereiche ausgedehnt werden, etwa auf jene Elemente, die beim Start der App noch nicht sichtbar sind. Dadurch sollten Apps deutlich flüssiger laufen.Zur Beschleunigung der UWP-Apps trägt auch bei, dass diese nun standardmäßig als "native" Anwendung kompiliert werden. Das heißt: Anders als bisher wird ein Großteil des Codes nicht mehr Jit-kompiliert, sondern Ahead-of-Time. Die weitgehende Modularisierung des .Net-Frameworks mit .Net Core 5 sollte einzelne Apps ebenfalls leichtgewichtiger und damit schneller machen. Final wird .Net Core 5 wohl aber erst im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Texteingaben können nun über ein zentrales Client-Server-Modell verarbeitet werden. Dieses Konzept ist ähnlich dem Vorgehen bei Mac OS X oder auch Linux. Der Server sorgt dabei unter Windows vor allem für eine automatische Synchronisation der tatsächlichen Eingabe mit ihrer technischen Repräsentation in einem Speicherpuffer.Verbessert worden ist außerdem die Handhabung der kleinen Hilfefenster für Schriftzeichen, die häufig zur Darstellung ostasiatischer Sprachen genutzt werden. Auch die Ausrichtung von Text - also von links nach rechts wie im Deutschen oder von rechts nach links wie im Arabischen - sollte nun automatisch erkannt werden.Die Stimmerkennung von Cortana kann nun prinzipiell in jede App eingebaut werden, dazu muss die Software lediglich um eigene Befehle erweitert werden. Damit können dann einzelne Aktionen ausgelöst werden. So müssen Nutzer die App nicht erst öffnen, sondern können direkt mit Cortana interagieren.

Apps können außerdem recht leicht Daten und Dateien austauschen beziehungsweise auf diese zugreifen. Anwender müssen dadurch nicht mehr mehrere Apps gleichzeitig benutzen, etwa um Kontaktdaten zu finden. Mit Hilfe der sogenannten App-Services können derartige Dienste zur Weiterverwendung auch in Tasks ausgelagert werden, die im Hintergrund laufen.Läuft der Datentransfer mit Hilfe von Sockets übers Netzwerk, können Apps die Verbindungen über einen Broker jederzeit starten und beenden. So können auch Informationen gesendet werden, obwohl die Empfängeranwendung nicht läuft. Die Dienste der Apps sollen damit erreichbarer und besser auffindbar sein.

Neu ist auch die Möglichkeit, Verschlüsselung auf Basis elliptischer Kurven verwenden zu können. Diese gilt etwa gegenüber RSA als deutlich sicherer, auch wenn vergleichsweise kleinere Schlüssel eingesetzt werden. Die kurzen Schlüssel führen zudem zu einer etwas besseren Leistung der Verschlüsselungsverfahren.Dienste von Microsoft wie auch Kunden können damit Alternativen zu RSA und den vom NIST standardisierten Verfahren wählen. Insbesondere Letzteres ist in der Vergangenheit in Verruf geraten, weil es möglicherweise absichtlich Verschlüsselungsverfahren abgeschwächt haben könnte.Theoretisch kann jede Windows-10-App Zugriff auf den Standort des Nutzers erhalten. Detailliert gesteuert werden kann dies über die Einstellungen, wo dies einzelnen Anwendungen untersagt werden kann.

Für Musiker interessant könnte die Steuerung von MIDI-Geräten sein. Über die neue API lassen sich diese leicht über Apps steuern. Ebenso können Geräte und Apps mit dem eingebauten Software Synthesizer kommunizieren. Auch mehrere Clients können nun gleichzeitig einen MIDI-Port ansteuern.Das Betriebssystem stellt Informationen zu Akkus und dem Energiezustand bereit. So können Anwendungen ihr Verhalten an die Stromversorgung anpassen. Ebenso stehen Informationen zum Nutzer wie der Name oder das Bild eines Kontos zur Verfügung. Darüber hinaus können Apps auf das An- und Abmelden der Nutzer reagieren.

Eine weitere Neuerung mit Windows 10 ist das komplette Umkrempeln des Updateprozesses. Mit der recht groben Ankündigung von Windows Update for Business plant Microsoft eine recht radikale Änderung seiner Updatepolitik. Mit dem neuen Angebot, das als Cloud-Dienst in die Systeme integriert wird, will Microsoft die Updateverteilung unter Windows 10 vereinfachen. Dabei geht es nicht nur um kleine Unternehmen, die sich die Administration eines Windows Server Update Services (WSUS) wegen des hohen Aufwands personell nicht leisten können. Ziel ist es, die Fragmentierung der Windows-Installationen zu reduzieren und alle auf einem möglichst gleichen Patch- wie auch Funktionslevel zu halten, da Windows 10 als kontinuierliches Release ausgelegt ist.

Posted by: akkusmarkt at 06:42 AM | No Comments | Add Comment
Post contains 1516 words, total size 16 kb.




What colour is a green orange?




27kb generated in CPU 0.0222, elapsed 0.0693 seconds.
35 queries taking 0.0551 seconds, 78 records returned.
Powered by Minx 1.1.6c-pink.