January 06, 2016

Akku Dell Studio 1745

Das XPS 15 ist ab sofort bestellbar, Ende Oktober werden die ersten Geräte ausgeliefert. Preislich packt Dell selbstbewusst das Premium-Segment in voller Breite an, die kleinste Konfiguration für Deutschland wird Brutto 1.479 Euro (UVP) kosten. Das erfolgsverwöhnte XPS 13 geht mit demselben Gehäuse in die Skylake-Runde. Warum auch etwas ändern, was so viele Awards wie vorher noch kein anderes Produkt einheimsen konnte. Der Refresh bringt alle Merkmale mit, wie sie beim XPS 15 genannt werden: Thunderbolt 3 mit USB-C, PCIe für die SSD und wie gehabt InfinityEdge.

Die Änderungen finden wir im Detail: Der 52-Wh-Akkumulator wurde auf 56 Wh aufgebohrt. Die physische Größe des Akkus hat sich nicht verändert und auch das Gewicht bleibt mit 1,2 kg nahezu identisch. Dies und die Skylake-Verbesserungen hinsichtlich der Energieeffizienz sorgen für eine Verbesserung der Laufzeit von bis zu 20 %, so Dell. Den MobileMark 14 stemmt das neue XPS 13 für 17 Stunden. Praktische, von Dell durchgeführte Tests, erlaubten 14 Stunden HD-Video-Playback bzw. 7 Stunden intensives Webbrowsing.

Die Wartungsoptionen unterscheiden sich ebenfalls markant. Anders als beim XPS 15 ist auch der Arbeitsspeicher verlötet. Der Käufer sollte also im Auge haben, wie viel flüchtigen Speicher er für die Zukunft braucht. Die SSD kann getauscht werden.

Während das XPS 15 mit Standard-Voltage-Prozessoren rechnet, setzt das XPS 13 ausschließlich auf Low-Voltage-SoCs. Diese sind namentlich Core i5 6200U und Core i7 6500U. Die Konfigurationen sind vielfältiger als beim XPS 15, sie beginnen bei einem Bruttopreis von 1.149 Euro.

Neu in Dells Programm ist das Tablet bzw. 2in1 XPS 12, der Vorgänger mit Dreh-Display wird nicht fortgesetzt. Dell vermarktet das neue XPS 12 als 2in1 und stellt die produktive Nutzung zusammen mit den zwei Keyboard-Varianten in den Vordergrund. Hierzu passt auch die starke Business-Ausrichtung mit Management-Funktionen oder TPM 1.2. Die Texaner sprechen ambitioniert vom „world’s most manageable 12-inch." Spannend für berufliche Nutzer ist sicherlich die Verbindungsmöglichkeit zu Dells Thunderbolt Dock mit nur einem USB-C Kabel über das auch gleich geladen wird. Weil am Thunderbolt 3 zwei Displays arbeiten können, hat das XPS 12 je nach Szenario die Fähigkeit, einen kompletten PC-Arbeitsplatz zu ersetzen.

Display - erstes 4K 12-Zoll
Der 12,5-Zoller kann in zwei Panel-Varianten bestellt werden, mit UltraSharp 4K Ultra HD (3.840x2.160, 352 ppi) oder mit FHD (1.920 x 1.080, 176 ppi). Dell gibt für das 4K-Panel 100% Color Gamut an, das FHD-Modell schafft das nicht (71 %). Die Helligkeit ist sehr hoch, Dell spricht von 400 nit. Das XPS 12 ist das erste 2-in-1 Convertible mit einem 4K UHD Display.

Das Gehäuse ist mit einem Soft-Touch-Finish belegt, das Chassis selbst besteht aus Magnesium und Aluminium. Das Panel wird von Edge-to-edge Corning Gorilla Glass geschützt. Ein schmaler Rahmen wie bei XPS 13 und 15 stand für das Tablet nicht zur Debatte, denn im 8 mm Gehäuse muss die gesamte Hardware inklusive Akku untergebracht werden.

Die Verbindung zur Tasten-Dock ist nicht fixiert sondern magnetisch. Es gibt also keine mechanischen Teile, der Öffnungswinkel ist auf 135 Grad festgelegt. Die Aufnahme des Tablets ist also ein Cradle, in welches das Tablet einfach hineingelegt wird. Die magnetische Verbindung ist dennoch stark genug, um die Tastatur allein in die Höhe zu heben.

Mit 790 Gramm (Tablet) ist das XPS 12 leichter als das Microsoft Surface Pro 3 und mit 8 mm Dicke auch dünner als selbiges. Zusammen mit dem Mobility Keyboard kommt es dann auf eine Höhe von 25 mm und ist 1.271 Gramm schwer. Die Mobility Base (Siehe Fotos), ohne Ports aber mit Beleuchtung, ist optionales Zubehör. Kunden können sich alternativ für das Productivity-Keyboard entscheiden. Letzteres erhöht die Laufzeiten (30 Wh im Tablet) durch einen integrierten Zweit-Akku und bringt USB-C nebst HDMI mit. Zum Lieferumfang gehören ein Adapter von USB-C auf Typ A, ein Active Pen und ein Folio Case (Dell Premier Folio). Das XPS besitzt zwei Thunderbolt 3 Ports im USB-C Steckplatz. Über diese wird das Gerät auch geladen (45W AC Adapter).

Prozessor-Optionen gibt es keine, der Skylake Core M Intel m5-6Y54 ist Standard. Hier ist die sparsame HD Graphics 515 eingebaut. Entscheidungen können hinsichtlich der Speicherbestückung getroffen werden, 2 oder 8 GB bzw. 128 oder 256 GB SSD, stehen hier zur Debatte. Technisch möglich ist auch eine 512 GB SSD, wenn überhaupt wird Dell eine solche erst später anbieten. Alle Speicher sind onboard, RAM und SSD können also nicht aufgerüstet werden.

Bei den Kameras zieht Dell ebenfalls alle Register, die Rückseiten-Kamera löst in 8 MP auf, die Benutzer-Kamera mit 5 MP. Auf einen SD-Kartenleser verzichtet der Hersteller nicht, viele Fotografen werden das begrüßen.

Das neue XPS 12 wird erst im Januar zur Verfügung stehen, also bestellbar sein. Preise nannte Dell noch nicht.Dell hat neue XPS Modelle mit der 6. Intel Core-Generation in den USA veroeffentlicht (hier unser Beitrag zum Dell XPS 12) und diese Skylake Plattformen kuendigen Akkulaufzeiten an, die die komplette Konkurrenz wie blutige Amateure aussehen laesst. Und genau hier ist das Problem, denn die Angaben von Dell sind so ziemlich der groesste Marketingbullshit, den ich in meiner gesamten Karriere erfahren musste.

Ich bin begeisterter Besitzer des Dell XPS 13, wohlgemerkt der Haswell Broadwell Variante, also mit der 5. Generation der Core-Plattform. Der verbaute SoC ist hier der i5 5200U und der wird mit einer TDP von 15W angegeben. Ich habe mich ebenfalls fuer das 1080p Display entschieden und somit auch auf den Touchscreen verzichtet. Wichtig war mir die Balance zwischen Performance, Usability und Akkulaufzeit. Letztere war uebrigens, neben dem Formfaktor, ausschlaggebend fuer den Kauf des XPS 13, denn Dell gab diese mit unglaublichen 15 Stunden an! Wie geil ist das denn bitte?

Wir leben in einer Welt, in der Automobilhersteller verklagt werden, wenn sie falsche Angaben zu den Emissionen ihrer Produkte machen und das ist auch gut so. Gehe ich in eine Kneipe und bestelle mir ein Heineken, bekomme dann aber ein DAB eingeschenkt, dann ist das, sollte es vorsaetzlich geschehen, nun einmal Betrug. Und genau das sind auch die Angaben von Dell. Betrug am Kunden, denn der unerfahrene User weiss nicht, unter welchen Bedingungen diese Laufzeiten erreicht werden. Nein, er geht davon aus, dass diese bei einem ganz „normalen" Nutzungsverhalten abgebildet werden koennen und genau das ist nicht der Fall.

Es ist an der Zeit, dass die Industrie sich hier an einer Firma orientiert, die sich Understatement auf die Fahnen geschrieben hat. Zumindest wenn es darum geht die Akkulaufzeit anzugeben. Apple faehrt hier seit Jahren eine sehr sympathische Strategie, in dem sie immer untertreiben.Genau das wuerde ich mir fuer Firmen wie Dell auch wuenschen, denn letztendlich hinterlassen sie mit ihrem Marketing-Bullshit frustrierte Kunden.Müssen deutsche Hersteller E-Auto-Batterien bis ins Mark selbst produzieren? "Nicht nötig", sagt die Industrie. "Ja!", meinen Arbeitnehmervertreter und Politik. Tatsächlich könnten solche Pläne noch in diesem Jahr Form annehmen.

Posted by: akkusmarkt at 05:45 AM | No Comments | Add Comment
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